Über mich
„Die Seele des Pferdes äußert sich nur denjenigen, die sie suchen.“ (Gustav Rau, Hippologe)
Schon mein ganzes Leben fühle ich mich Pferden tief verbunden. Wer die Ehre hatte, die Seele eines Pferdes gefunden zu haben, wird verstehen, was das Besondere an diesen Tieren ist. Pferde sind seit jeher ein fester Bestandteil meines Lebens und nehmen bis heute viel Raum ein. Im Rahmen meines Studiums der Agrarbiologie (Diplom) an der Universität Hohenheim spezialisierte ich mich auf die Anatomie und Physiologie der Haustiere, Ethologie, Tierhaltung und Tierernährung. Durch Hippologie konnte ich zusätzliches Wissen generieren. Meinem Forscherdrang wurde im Anschluss durch meine Promotion in Agrarwissenschaften genüge getan. Daraufhin arbeitete ich weiterhin in der Agrarforschung. Das wissenschaftliche Arbeiten bereitete mir viel Freude. Mein leidenschaftliches Interesse am Pferd, seinen anatomischen Strukturen, der Biomechanik, dem Pferdeverhalten und der Ernährung hielt über Jahre an. Durch mein Vermögen, wissenschaftlich zu arbeiten, sammelte ich durch viel Recherche und Selbststudium ein großes Repertoire an theoretischem Wissen an.
Der klassische Reitmeister Francois Robichon de la Gueriniere (1688-1751) sagte einst:
„Das Wissen um die wahre Natur der Pferde ist die erste Grundlage der Reitkunst und jeder Reiter muss daraus sein Hauptfach machen.“
Dieser Satz beschäftigte mich lang. Letztendlich war die Theorie um das Wissen über Pferde (Anatomie, Physiologie, Biomechanik, Reitlehre, Pferdeernährung, Pferdekrankheiten) für mich nicht zufriedenstellend, so dass ich beschloss, die Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin am Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) abzuschließen.
„Pferde sind nicht zum Reiten gemacht.“
Wer die anatomischen und biomechanischen Zusammenhänge im Pferd versteht, wird diesem durchaus provokanten Satz nur zustimmen können. Es ist paradox, dass wir Reiter und/oder Pferdebesitzer, die in der Regel nur das Beste für unsere geliebten Tiere wollen, überhaupt auf ihrem Rücken Platz nehmen. Und das seit wahrscheinlich über 5500 Jahren.
Man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass wir als Pferdehalter eine große Verantwortung tragen. Wir müssen dafür sorgen, dass der Pferdekörper durch korrektes Reiten (Training) muskulär so gefestigt wird, dass er uns gesund erhaltend tragen kann. Die Haltung und Fütterung sind ebenfalls wichtige Parameter für ein gesundes Pferdeleben.
Als Physiotherapeutin sehe ich mich besonders in der Verantwortung, dem Pferdebesitzer und vor allem dem Pferd hierbei zur Seite zu stehen.
Prävention steht bei mir an erster Stelle. Natürlich unterstütze ich Euch aber auch therapeutisch und in der Rehabilitation.
Da das Pferd im Grunde genommen wie ein Uhrwerk funktioniert und der ganzheitliche Blick nie fehlen darf, sind mir die Haltung und die Ernährung des Pferdes genauso wichtig wie die Trainingsgestaltung. Ein Zahnrad greift hier in das andere. Fehlt an einem Zahnrad nur ein Zacken, läuft die Uhr nicht mehr. Die Zusammenarbeit mit Tierärzten, Hufschmieden, Hufbearbeitern sowie Trainern ist für mich nicht nur selbstverständlich, sondern unabdingbar.
Pferde sind Meister der Kompensation, aber nicht ohne langfristig Schaden zu nehmen. Deshalb:
„Die Leute sollten weniger Zeit damit verbringen, ihren Pferden etwas zuzuflüstern. Sie sollten es mal damit versuchen, den Pferden zuzuhören.“ (America‘s Horse Magazine)
Ich höre zu.